Nachhaltig gesund bleiben mit dem, was wir zuhause haben

viktring

Wenn sich eine Erkältung anbahnt, greifen viele Menschen automatisch zu Tabletten oder Hustensaft. Dabei lohnt sich oft ein Blick in die eigene Küche: Viele traditionelle Hausmittel sind nicht nur einfach anzuwenden, sondern auch nachhaltig, ressourcenschonend und häufig bereits vorhanden. Als Verein, der sich für einen bewussten Umgang mit Ressourcen einsetzt, möchten wir zeigen, wie wertvoll diese einfachen Helfer sein können.

1. Wohltuendes für den Hals

Halskratzen gehört zu den typischen Begleitern einer Erkältung. Zum Glück gibt es einige Hausmittel, die durch ihre natürlichen Eigenschaften beruhigend wirken.

Honig ist ein echter Klassiker unter den Hausmitteln. Seine weiche, sirupartige Konsistenz legt sich wie ein sanfter Film über die Schleimhäute und kann so für ein wohliges Gefühl im Hals sorgen. Die enthaltenen natürlichen Stoffe unterstützen zusätzlich eine angenehme Befeuchtung.

Wer es noch cremiger mag, greift zu heißer Milch mit Honig. Die Wärme entspannt, während der Honig seine beruhigende Süße beisteuert. Zusammen entsteht ein Getränk, das besonders abends für Ruhe sorgt. Wichtig ist nur, die Milch nicht zu stark zu erhitzen, damit die natürlichen Bestandteile des Honigs erhalten bleiben.

Auch Salzwasser gurgeln ist schnell gemacht und benötigt kaum Zutaten: Ein halber Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser genügt. Die Mischung wirkt befeuchtend, kann den Rachen reinigen und sorgt so für ein angenehmes Gefühl im Halsbereich.

Und schließlich gibt es noch den Salbeitee. Salbei enthält natürliche Pflanzenstoffe, die leicht zusammenziehend wirken und dadurch den Hals beruhigen können. Ein warmes Getränk, das traditionell bei rauem Hals geschätzt wird.

Diese einfachen Mittel zeigen, dass man nicht viel braucht, um sich etwas Gutes zu tun.

2. Für freie Atemwege & wohltuende Wärme

Wenn die Nase verstopft ist oder der Kopf schwer wirkt, wirkt Wärme oft besonders wohltuend. Sie schafft kleine Inseln der Entspannung und kann das Atmen erleichtern.

Inhalieren gehört zu den einfachsten Möglichkeiten. Heißes Wasser und ein Handtuch reichen völlig aus. Der aufsteigende Dampf befeuchtet die Atemwege und wirkt lösend, sodass sich alles etwas freier anfühlt. Gleichzeitig entsteht ein Moment der Ruhe, fast wie eine kleine Auszeit.

Auch Thymiantee und Ingwertee sind beliebte Begleiter in Erkältungszeiten. Thymian bringt ein würziges Aroma mit und enthält ätherische Öle, die wohltuend wirken können. Ingwer wiederum hat eine leichte Schärfe, die von innen wärmt und den Körper angenehm belebt.

Ein Erkältungsbad rundet das Ganze ab. Das warme Wasser entspannt den Körper, löst Verspannungen und schenkt ein wohliges Gefühl. Wer getrocknete Kräuter oder natürliche Badezusätze zuhause hat, kann sie hier wunderbar nutzen.

Am Ende setzen all diese Anwendungen auf zwei einfache Dinge: Wärme und Feuchtigkeit. Beides wirkt unterstützend, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist und beides lässt sich ganz unkompliziert mit dem umsetzen, was man bereits zuhause hat.

3. Flüssigkeit & Kräuter: Unterstützung von innen

Gerade in Erkältungszeiten, wenn der Körper ein bisschen mehr Aufmerksamkeit braucht, wirkt ausreichend Flüssigkeit besonders wohltuend. Tee, Wasser oder eine leichte Brühe halten die Schleimhäute geschmeidig und unterstützen ein angenehmes Körpergefühl.

Viele Kräuter, die im Küchenschrank oft ein eher stilles Dasein fristen, eignen sich wunderbar für einen Erkältungstee. Thymian, Salbei oder Pfefferminze bringen nicht nur Aroma mit, sondern auch natürliche Pflanzenstoffe, die ein warmes, beruhigendes Gefühl im Körper erzeugen können.

Die heiße Zitrone ist ein weiterer Klassiker. Warm, aromatisch und schnell zubereitet. Ideal, wenn man Zitronen verwerten möchte, die schon etwas weicher geworden sind. Die Kombination aus Wärme und leichter Säure wirkt belebend und sorgt für einen frischen Impuls.

Gerade im Sinne der Nachhaltigkeit zeigt sich hier, wie vielseitig Lebensmittel sein können. Ein paar Kräuter, eine Zitrone, etwas heißes Wasser, mehr braucht es oft nicht, um sich in Erkältungszeiten ein wenig zu stärken und gleichzeitig Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

4. Wärme für den Körper & traditionelle Anwendungen

Manche Hausmittel wirken vor allem durch ihre Wärme und durch das gute Gefühl, das sie vermitteln. Gerade in Erkältungszeiten kann etwas Warmes von innen oder außen unglaublich wohltuend sein und ein kleines Stück Geborgenheit schenken.

Die Hühnersuppe ist ein traditionelles Gericht, das viele sofort mit Erkältungszeiten verbinden. Sie wärmt von innen, spendet Flüssigkeit und bringt durch Gemüse, Kräuter und Brühe eine angenehme Leichtigkeit mit. Besonders schön: Sie lässt sich wunderbar aus geretteten Lebensmitteln zubereiten. Gemüsereste, ein Stück Suppenhuhn oder Knochen, die sonst vielleicht nicht genutzt würden, finden hier eine sinnvolle Verwendung.

Wadenwickel gehören zu den ältesten Hausmitteln überhaupt. Sie benötigen kaum mehr als Wasser und ein paar Tücher und sind damit besonders ressourcenschonend. Die sanfte Verdunstungskälte wirkt beruhigend und unterstützt ein angenehmes Körpergefühl, während man sich ausruht. Ein einfaches Mittel, das zeigt, wie wenig es manchmal braucht.

Nachhaltige Hausmittel sind gut für uns und die Umwelt

Viele der genannten Hausmittel kommen ganz ohne zusätzliche Einkäufe aus. Sie nutzen das, was ohnehin schon zuhause ist, und zeigen damit, wie wertvoll ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen sein kann. Oft sind es gerade die einfachen Dinge, die wir im Alltag übersehen, die in solchen Momenten besonders hilfreich sein können.

Wer bei einer Erkältung zu natürlichen, unkomplizierten Methoden greift, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern schont gleichzeitig die Umwelt. Weniger Verpackung, weniger Abfall, weniger unnötige Produkte. Genau das entspricht dem Gedanken, für den wir als Verein stehen. So wird aus Selbstfürsorge ganz nebenbei auch ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.